Bernd Joschko und das Recht auf instrumentelle Selbstbestimmung

Sein Heimatort ist das kleine Dorf Roßbach, das er mit 16 Jahren verließ. Während seines Studiums begann er schon vor 25 Jahren, das heutige Synergetische Therapiezentrum Kamala eigenhändig aufzubauen. Er studierte Physik und arbeitete bis vor 16 Jahren noch als Entwicklungsingenieur in der Industrie und zuletzt im Bundeskriminalamt. Dort hatte er im Schwerpunkt die Aufgabe, weltweit die beste Beobachtungstechnik zu suchen, Spezialtechnik zur Observation zu entwickeln und diese bedarfsgerecht anzuwenden, um den Terrorismus zu bekämpfen, sowie diese Informationen weiter zu verbreiten, um im „Außen“ gesellschaftliche Probleme zu lösen. Doch er erkannte, daß auch hier nur „Symptome“ bekämpft wurden, statt sie zu hinterfragen. Die Gründung DER GRÜNEN - als Antwort auf gesellschaftliche Versäum-nisse fiel in diese Zeit. Nachdem die Anwendung dieser Observations-Technologie immer mehr auch auf damalige andere „Randgruppen der Gesellschaft“ (Startbahn-West, Hausbesetzer-szene, Friedensbewegung) ausgedehnt wurde - um diese zu überwachen und beherrschbar zu machen - stieg er aus und veröffentlichte viele Informationen darüber. Durch diesen spektakulären „Ausstieg aus Gewissensgründen“ (Spiegel-Titel: „Der Orwell-Staat“, ein mit Steuergel-dern finanzierter Kinofilm „Alles unter Kontrolle“, Berichte in Presse, Funk und Fernsehen - auch ausländische Medien berichteten - trug er entscheidend beim Bundesgerichtshofsurteil zum Recht auf instrumentelle Selbstbestimmung bei, das aus dem Unmut über zuviel Kontrolle des Staates über den Einzelnen im Volkszählungsboykott der Bevölkerung sichtbar wurde. Der Gewissenskonflikt ist der erste von einem Gericht anerkannte in Deutschland. Von den bekanntesten Rechtsprofessoren Deutschlands wurde ein von Bernd Joschko bei ihnen angefragtes Rechtsgutachten vor der Veröffentlichung der Dienstgeheimnisse abgelehnt. So mußte er diesen Schritt alleine gehen. Joschkos Revisionsklage vor dem Bundesgerichtshof wurde formal abgelehnt, da sonst sämliche 10 aufgeführte Praktiken des Bundeskriminalamtes durch höchste Rechtssprechung automatisch legalisiert worden wären bzw. hätte eine Niederlage dem Image des BKA’s und des Innenministeriums sehr geschadet.
Durch anschließenden intensiven Kontakt zur Selbsterfahrungsszene lernte er viele der weltweit besten „Therapie- und Beobachtungsstrategien“ kennen, die versuchen im „Inneren“ des Einzelnen individuelle Probleme zu lösen. Stichwort: alternative Therapie. Bernd Joschko ging auch in Kontakt mit der Sannyas-Bewegung des indischen Philosophieprofessors OSHO und nahm den Namen Dhyan an. OSHO hat in seiner Arbeit den Schwerpunkt Bewußtseinserwei-terung und Meditation. Die Sannyasbewegung hatte ihren Höhepunkt in den 80-iger Jahren, OSHO starb im Jan. 1991 an einer radioaktiven Verstrahlung, vermutlich durch amerikanische Behörden. Seine Arbeit wurde in den Medien auch sehr verzerrt dargestellt. Es herrschten viele Vorurteile, wie schon auch in den Anfängen der grün-alternativen Bewegung. Meditation und der in der heutigen Esoterikszene überbetonte, einseitig positive Aspekt der Bewußtseinsarbeit, ist jedoch nicht ausreichend, um Krankheitshintergründe aufzulösen. Joschko erlernte viele sog. alternative ganzheitliche Therapiemethoden und errichtete ein Seminarzentrum für internationale Pioniere auf diesem Gebiet. Schon 1982 kam er an der Uni Gießen mit Hermann Haken’s Synergetik in Kontakt und übersetzte diese Erkenntnisse und Sichtweisen auf die Therapieformen und Methoden. Die Erforschung des Prinzips der Selbstorganisation wurde schon mit zwei Nobelpreisen belohnt und Hermann Haken’s Synergetik stand knapp davor. Doch das Weltbild war zum damaligen Zeitpunkt unter den Forschern noch zu mechanistisch und strategisch. So war das neue Paradigna der Synergetik zu revolutionär und konnte in seiner Tragweite nicht eingeschätzt werden. Heute setzt es sich immer mehr durch.
Aus all diesen Erfahrungen kreierte Joschko 1988 eine eigene Therapieform: die Synergetik Therapie, denn das Gehirn und die Bewußtseinsstrukturen arbeiten synergetisch. Jeder Mensch hat das Recht auf „Überwindung seines Schicksals“, Selbstheilung u. -bestimmung bzw. Auf-lösung seiner Krankheiten - statt Symptombekämpfung und ständige Abhängigkeit. Das Selbst-bestimmungsrecht des Einzelnen muß sich auch auf Selbstheilung beziehen - ein sehr wichtiger Aspekt, der bis jetzt im Gesundheitswesen fehlt. Die Erforschung von Selbstheilungsprozessen geschieht im Synergetik Therapie Insitut und das neue Berufsfeld Synergetik Therapeut schließt eine Lücke im Markt. Die gesetzliche Regelung geschieht im neuen „Lebenshilfegesetz“.

 

Kinofilm: "Alles unter Kontrolle"

Stefan Aust brachte in der NDR Magazinsendung Panorama im Mai 1983 Auschnitte aus dem Kinofilm „Alles unter Kontrolle“, der über den bisher geheimen Zustand der Überwachungspraktiken des BKA und den Ausstieg aus Gewissensgründen von Bernd Schmidt berichtete. Kurz vor dem Sendetermin wurde er vom BKA unter Druck gesetzt, den Filmbeitrag abzusetzen - doch Stefan Aust zeigte Zivilcourage. Der Kinofilm ist im Filmverlag der Autoren erhältlich. BKA Präsident Herold erreichte eine Gerichtsverfügung, sodaß Passagen aus dem Film gekürzt werden mußten.

 

 

 

 

DER SPIEGEL Nr. 1/2 1983 Titel:
„Auf dem Weg zum Überwachungsstaat“
(Auszug)
Auszug aus seinem Dienstzeugnis, veröffentlicht im Spiegel 2/83 :
Seine Vorgesetzten beim Bundeskriminalamt waren von ihrer Neuerwerbung begeistert. In seinem Dienstzeugnis vom März 1982 heißt es:
„Herr Schmidt geht die Problemstellung seines Arbeitsgebietes systematisch und zielstrebig an. Dabei zeigt er ein hohes Maß an Eigen-initiative und Selbständigkeit ... Herr Schmidt ist in der Lage, komplexe und fachübergreifende Sachverhalte im Kern zu erfassen. Bei der Problemlösung verwirklicht er ideenreich eigene Vorstellungen. Dabei urteilt er selbständig und ausgewogen... Sein gediegenes Fachwissen findet im Kreis der Mitarbeiter und bei den Fachabteilungen des Amtes Anerkennung ... Besonders auffällig ist seine positive Grundeinstellung“.


Tätigkeitsbeschreibung Entwicklungsingenieur Bernd Joschko (geb. Schmidt)

  1. Selbständige Durchführung von besonders schwierigen Eignungsuntersuchgungen an technischen Geräten im Bereich Optik und Opto-Elektronik hinsichtlich ihrer Verwendung als technische Hilfs- und Einsatzmittel für den polizeilichen und sonstigen sicherheitsrelevanten Bedarf.
    (Marktanalyse, Gespräche mit Bedarfsträgern, Herstellerfirmen und Behörden, Erstellen von Untersuchungsprogrammen, Untersuchungen, Erprobungen, Analysen, Auswertung und Beurteilung von Meß- und Versuchsergebnissen, Erstellen von Eignungsberichten - mündlich oder schriftlich - auch hins. der Anwendungsmöglichkeiten, Schriftverkehr)

  2. Selbständige Durchführung von sonstigen Eignungsuntersuchungen an technischen Geräten im Bereich Optik und Opto-Elektronik hinsichtlich ihrer Verwendung als technische Einsatzmittel für den polizeilichen und sonstigen sicherheitsrelevanten Bedarf.

  3. Konzeptionelle und konstruktive Weiterentwicklung (Verbesserung) optischer und opto-elektronischer Gerätesysteme für die optimale Verwendung als technische Hilfs- und Einsatzmittel der Polizei. Planung und Realisierung von Video-Systemen für operative Anwendungen durch optimale Auswahl und Anpassung von Einzelkomponenten.

  4. Technische Beratung von Fachabteilungen des BKA bei Einsätzen sowie inländischer Behörden im Rahmen der Arbeitsvorgänge 1. und 3. Marktbeobachtung und fachtechnische Mitwirkung bei der Beschaffung optischer Geräte für das BKA.



Synergetik Therapie Institut
EMail: kamala@synergetik.net
Homepage: www.synergetik.net

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Zuletzt aktualisiert am: 14-Jan-2003 17:54
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